Corona & Steuern: Das bewegt die Menschen.

Repräsentative Umfrageergebnisse der VLH.

Das Jahr 2020 hat nicht nur menschlich, sondern auch finanziell viele Menschen vor besondere Herausforderungen gestellt.
Wir von der VLH wollten von unseren Mitgliedern wissen, wo die Herausforderungen im Besonderen lagen, damit wir hinsichtlich der kommenden Steuererklärungen bestmöglich beraten können

und vorbereitet sind. Die Mitgliederbefragung liefert ein repräsentatives Bild zur aktuellen Lage der Menschen rund um die Themen Kurzarbeit, Homeoffice und Homeschooling aus erster Hand. Hier finden Sie umfangreiches Material für die weitere Veröffentlichung in Ihren Medien:

Dieses aktuelle Material stellen wir Ihnen kostenfrei zu Verfügung:

  • Auswertungszusammenfassungen
  • Steuerfachlich geprüfte Textpassagen
  • Bildmaterial für Print und Online
Eine Veröffentlichung der Unterlagen ist ausschließlich mit dem Hinweis: © Lohnteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. / 2021 oder © VLH.de. Bei den Fotos muss zusätzlich ein Hinweis „[Name des Fotografen] via Getty Images“ in enger räumlicher Nähe zum betreffenden Inhalt erfolgen. Bei Fragen zur Kampagne, Veröffentlichung und/oder Studieninhalten bitte Mail an fragdievlh@vlh.de

Thema Kurzarbeit

In unserer VLH-Mitgliederumfrage konnten wir folgende Informationen zur Kurzarbeit verdichten:

Viele VLH-Mitglieder waren im Jahr 2020 von Kurzarbeit betroffen. Viele: Das sind 26 Prozent der befragten Männer, 19 Prozent der befragten Frauen und 14 Prozent der befragten Alleinerziehenden.
Durchschnittlich war dieser Personenkreis länger als vier Monate in Kurzarbeit, sowohl Frauen als auch Männer, wobei Frauen etwas länger in Kurzarbeit waren als Männer.
Etwa ein Drittel davon empfanden die Zeit als stark belastend, und sogar bei über der Hälfte der Befragten führte die Gesamtsituation zu einer gesteigerten Unsicherheit.
Das betraf bzw. betrifft Männer und Frauen gleichermaßen, wobei insbesondere Haushalte mit Kindern betroffen waren. Über ein Drittel spürt aufgrund der Situation einen großen finanziellen Druck, aber vor allem sind davon die Bezieher geringer Einkommen betroffen. Diese trifft eine veränderte Einkommenssituation besonders hart, sie sind eher gezwungen zu sparen und Rücklagen aufzubrauchen.
Insgesamt gibt über die Hälfte der Befragten an, weniger Geld auszugeben und am Urlaub zu sparen, und mehr als ein Drittel muss an die vorhandenen Rücklagen gehen.
Wenn Kinder im Haushalt sind, vergrößert das den Sparzwang.

Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die 2020 von Kurzarbeit betroffen waren und mehr als 410 € Kurzarbeitergeld erhalten haben, sind zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Das Kurzarbeitergeld ist zwar zunächst steuerfrei, erhöht aber den persönlichen Steuersatz. Soll heißen: Es könnte zu einer Steuernachzahlung kommen, in günstigen Fällen aber auch zu einer Steuerrückerstattung

Wichtige Fakten zum Kurzarbeitergeld:

  • Wer mehr als 410 € Kurzarbeitergeld im Jahr erhalten hat, muss eine Steuererklärung abgeben.
  • Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, fällt aber unter den Progressionsvorbehalt und erhöht somit den persönlichen Steuersatz.

Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der VLH dazu:
„Weil sie wegen Corona 2020 in Kurzarbeit waren, sind zahlreiche Arbeitnehmer 2021 erstmals zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Das kann eine echte Herausforderung sein. Wir als VLH bieten gerne unsere Hilfe an und machen den Betroffenen ein besonderes Angebot:
Wer 2020 in Kurzarbeit war und 2021 VLH-Mitglied wird, zahlt in diesem Jahr den niedrigsten Beitragssatz von nur 39 Euro. Und spart zudem die Aufnahmegebühr.

Befragungsergebnisse Frauen

Corona-bedingte Kurzarbeit – Frauen
©vlh.de/2021
Dauer der Kurzarbeit – Frauen
©vlh.de/2021
Druck durch Kurzarbeit – Frauen
©vlh.de/2021
Sparmaßnahmen – Frauen
©vlh.de/2021

Befragungsergebnisse Männer

Corona-bedingte Kurzarbeit – Männer
©vlh.de/2021
Dauer der Kurzarbeit – Männer
©vlh.de/2021
Druck durch Kurzarbeit – Männer
©vlh.de/2021
Sparmaßnahmen – Männer
©vlh.de/2021

Bildauswahl

ausschließlich zur Nutzung für Berichterstattung im konkreten Zusammenhang mit der VLH-Marktforschung und unter Angabe der o.g. Nutzungs-Hinweise.

Kurzarbeit – Frauen
„Westend61“ via Getty Images
Kurzarbeit – Frauen
„Luis Alvarez“ via Getty Images
Kurzarbeit – Männer
„filadendron“ via Getty Images
Kurzarbeit – Männer
„Westend61“ via Getty Images

Thema Homeoffice

Ein zentrales Thema in der Mitgliederbefragung war das Thema Homeoffice. Mit 36 Prozent war mehr als ein Drittel der VLH-Mitglieder im Homeoffice und das durchschnittlich knapp vier Tage pro Woche. Dabei waren Männer und Frauen gleichermaßen betroffen, es gab keinen großen Unterschied. Hinzu kommt, dass die Mitglieder durchschnittlich fast sechseinhalb Monate im Homeoffice verbracht haben, das bedeutet: mehr als ein halbes Jahr. Hier sind es allerdings die Männer, die durchschnittlich länger im Homeoffice waren als die Frauen.

20 Prozent der Mitglieder empfanden die Zeit im Homeoffice als (sehr) belastend, wobei Frauen sich stärker belastet fühlten als Männer. Kinder im Haushalt haben das Homeoffice deutlich belastender gemacht als in Haushalten ohne Kinder. Die Doppelbelastung durch Homeoffice und Homeschooling bestätigen über 60 Prozent der Betroffenen, Frauen und Männer gleichermaßen. Die Arbeit im Homeoffice mit gleichzeitiger Kinderbetreuung führte bei über 80 Prozent der Betroffenen zur Kollision von Beruf und Familie. Dazu passt auch die Aussage, dass in Haushalten mit Kindern die Arbeitssituation zu Hause als deutlich weniger komfortabel erachtet wurde als in Haushalten ohne Kinder.

Für knapp 40 Prozent der betroffenen Mitglieder war Homeoffice eine neue Erfahrung, dies gilt speziell für die Bezieher geringerer Einkommen. Dabei stimmen die Mitglieder generell darüber überein, dass im Homeoffice der soziale Austausch zunehmend fehlt. Diese Aussage wurde altersunabhängig von allen bestätigt. Das „New Normal“ Homeoffice wird für 70 Prozent der VLH-Mitglieder Bestandteil ihres zukünftigen Arbeitens werden.

Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der VLH zum Thema Homeoffice:
„Wegen der Corona-Krise haben 2020 viele Arbeitnehmer erstmals oder deutlich häufiger als in vergangenen Jahren im Homeoffice gearbeitet. Bei der Steuererklärung muss klar unterschieden werden zwischen einem häuslichen Arbeitszimmer und einem Arbeiten am Küchen-, Wohnzimmer- oder Esstisch beziehungsweise in einer Arbeitsecke. Von der Steuer absetzen lassen sich normalerweise nämlich nur die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer. Immerhin hat die Bundesregierung Ende 2020 eine Homeoffice-Pauschale von bis zu 600 Euro beschlossen – und die gilt auch für den Fall, dass man zu Hause nur eine kleine Arbeitsecke oder einen Tisch zur Verfügung hatte.“ Da die Homeoffice-Pauschale aber bei der Werbungskostenpauschale eingerechnet wird, lohnt es sich, einen Profi wie die VLH die Steuererklärung machen zu lassen, um ein optimales Steuerergebnis zu erzielen.“

Befragungsergebnisse Frauen

Herausforderung durch Homeoffice – Frauen
©vlh.de/2021
Zusätzliche Ausgaben durch ©vlh.de/2021
Kosten durch Homeoffice – Frauen
©vlh.de/2021
Fehlender sozialer Austausch – Frauen
©vlh.de/2021
Interesse an staatlichen Unterstützungen – Frauen
©vlh.de/2021
Doppelbelastung – Frauen
©vlh.de/2021
Grafik Doppelbelastung – Frauen
©vlh.de/2021
Kinderbetreuung im Homeoffice – Frauen
©vlh.de/2021

Befragungsergebnisse Männer

Herausforderung durch Homeoffice – Männer
©vlh.de/2021
Kosten durch Homeoffice – Männer
©vlh.de/2021
Sozialer Austausch – Männer
©vlh.de/2021
Interesse an Unterstützungen – Männer
©vlh.de/2021
Doppelbelastung – Männer
©vlh.de/2021
Ausgaben bei Doppelbelastung – Männer
©vlh.de/2021
Komplexität steuerlicher Themen – Männer
©vlh.de/2021
Grafik Doppelbelastung – Männer
©vlh.de/2021

Bildauswahl

ausschließlich zur Nutzung für Berichterstattung im konkreten Zusammenhang mit der VLH-Marktforschung und unter Angabe der o.g. Nutzungs-Hinweise.

Homeoffice – Frauen
„pixelfit“ via iStock
Homeoffice – Frauen
„Lordn“ via iStock
Homeoffice – Männer
„golero“ via Getty Images
Homeoffice – Männer
„Maskot“ via Getty Images

Thema Homeschooling

Das Thema Homeschooling beschäftigte die Befragten ebenfalls sehr, da viele Mitglieder der VLH eine Familie mit Kindern haben. Insgesamt waren 20 Prozent der Mitglieder Corona-bedingt von Homeschooling und/oder der Betreuung von nicht-schulpflichtigen Kindern betroffen, Männer und Frauen gleichermaßen. Dabei sieht es zunächst so aus, als ob die partnerschaftliche Betreuung der Kinder im Vordergrund gestanden habe. Aber Männer und Frauen sind sich einig: Die Frauen haben den Hauptteil der Betreuung getragen. Über die Hälfte der vom Homeschooling betroffenen Mitglieder empfanden oder empfinden immer noch die Zeit des Homeschoolings als belastend, Männer und Frauen gleichermaßen.

Die VLH-Mitglieder haben im Rahmen von Homeschooling und Kinderbetreuung besonders im Bereich digitale Arbeitsmittel investiert, um ein reibungsloses Distanzlernen zu ermöglichen. Die durchschnittlichen Investitionen für digitale Arbeitsmittel, Aufstockung des Internets und Sonstiges in Höhe von ca. 720 € (Frauen) bzw. 844 € (Männer) führen daher dazu, dass das Interesse an staatlicher Unterstützung für Homeschooling und Betreuung groß ist.

Zentrale Fragen sind immer wieder, ob angeschaffte Technik abgesetzt werden kann, ob Nachhilfe abgesetzt werden kann oder welche Steuererleichterungen generell der Gesetzgeber aufgrund der Ausnahmesituation vorsieht.

Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der VLH dazu:
„Homeschooling war 2020 ein großes Thema und ist es auch in diesem Jahr noch. Die direkten Kosten dafür, zum Beispiel weil man für seine Kinder einen Laptop oder ein Tablet gekauft hat, lassen sich leider nicht von der Steuer absetzen. Musste für die Kinder aber zum Beispiel eine kostenpflichtige Betreuung organisiert werden, sieht es anders aus: Solche Kosten lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen als Sonderausgaben geltend machen. Die Beraterinnen und Berater der VLH kennen alle Details und helfen gerne.“

Befragungsergebnisse Frauen

Ausgaben durch Homeschooling – Frauen
©vlh.de/2021
Grafik Kinderbetreuung – Frauen
©vlh.de/2021
Zusätzliche Ausgaben – Frauen
©vlh.de/2021
Interesse an staatl. Unterstützung – Frauen
©vlh.de/2021

Befragungsergebnisse Männer

Ausgaben durch Homeschooling – Männer
©vlh.de/2021
Grafik-Kinderbetreuung – Männer
©vlh.de/2021
Intresse an staatlichen Unterstützungen – Männer
©vlh.de/2021

Bildauswahl

ausschließlich zur Nutzung für Berichterstattung im konkreten Zusammenhang mit der VLH-Marktforschung und unter Angabe der o.g. Nutzungs-Hinweise.

Homeschooling – Frauen
„Klaus Vedfelt“ via Getty Images
Homeschooling – Frauen
„Halfpoint“ via iStock
Homeschooling – Männer
„milanvirijevic“ via iStock
Homeschooling – Männer
„pinstockn“ via iStock

Thema Finanzen & Pandemie

Die Unsicherheit auch bzgl. der Arbeitsmarktentwicklung und der eigenen Jobsicherheit hat zur allgemeinen Verunsicherung auch bei den Mitgliedern der VLH geführt. 28 Prozent der Männer geben beispielsweise an, dass sie sich um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes sorgen, und immerhin 19 Prozent befürchten, dass sie den bisherigen Lebensstandard nicht mehr halten können. Immerhin haben 23 Prozent tatsächlich geringere Einnahmen als erwartet bzw. geplant. Über alle Altersstufen hinweg hat während der Corona-Zeit über die Hälfte der VLH-Mitglieder häufiger bargeldlos bezahlt. Bzgl. der zur Entlastung der Menschen eingeführten sechsmonatigen Mehrwertsteuersenkung gaben über 50 Prozent der VLH-Mitglieder an, sie hätten davon nicht profitiert.

Die VLH-Mitglieder sind grundsätzlich recht gut bzgl. der steuerlichen Förderung der Arbeit informiert – gut zwei Drittel von ihnen wissen z. B. von der Erhöhung der Pendlerpauschale. Ein eher heterogenes Wissen existiert bzgl. der einzelnen steuerlichen Aspekte rund um Kurzarbeitergeld, Kinderbonus und Entlastungsbetrag.

Natürlich kennen sich Mitglieder mit Kindern besser mit dem Kinderbonus aus. Bei über 80 Prozent der Mitglieder – Männer und Frauen gleichermaßen – ist nicht bekannt, dass ein aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung gewonnenes Entgelt während der Kurzarbeit 2020 und 2021 anrechnungsfrei bleibt. Ca. 70 Prozent wissen außerdem nicht, dass der Bezug von Lohnersatzleistungen unter den Progressionsvorbehalt fällt und damit den persönlichen Steuersatz erhöht.

Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der VLH zum Thema Finanzen in der Pandemie:
„Die Bundesregierung hat wegen der Corona-Krise zahlreiche Änderungen beschlossen, einige auch mit Blick auf die Steuer beziehungsweise die Steuererklärung. Wer sich dabei auf die VLH verlässt, ist auf der sicheren Seite: Wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, um das Steuerergebnis für unsere Mitglieder zu optimieren.“

Befragungsergebnisse Frauen

Grafik Komplexität steuerlicher Themen – Frauen
©vlh.de/2021
Steuerthema ist komplizierter geworden – Frauen
©vlh.de/2021
Steuerliche Förderungen – Frauen
©vlh.de/2021
Maßnahmen zu finanziellen Maßnahmen – Frauen
©vlh.de/2021
Corona-Zeit allgemein – Frauen
©vlh.de/2021
Sorgen um die Gesundheit – Frauen
©vlh.de/2021
Positive Wahrnehmung – Frauen
©vlh.de/2021
Sorge um Arbeitssituation – Frauen
©vlh.de/2021
Blick in die Zukunft – Frauen
©vlh.de/2021
Geringere Einnahmen – Frauen
©vlh.de/2021
Änderung bei Einnahmen und Ausgaben – Frauen
©vlh.de/2021
Verwendung des gesparten Geldes – Frauen
©vlh.de/2021
Corona-Bonus – Frauen
©vlh.de/2021

Befragungsergebnisse Männer

Grafik Komplexität Steuerthema – Männer
©vlh.de/2021
Steuerthema ist komplizierter geworden – Männer
©vlh.de/2021
Steuerliche Maßnahmen – Männer
©vlh.de/2021
Finanzielle Entlastungen – Männer
©vlh.de/2021
Corona-Zeit allgemein – Männer
©vlh.de/2021
Sorge um Arbeitssituation – Männer
©vlh.de/2021
Sorge um Gesundheit – Männer
©vlh.de/2021
Postive Wahrnehmung und Erfahrungen – Männer
©vlh.de/2021
Geringere Einnahmen – Männer
©vlh.de/2021
Änderung bei Einnahmen und Ausgaben – Männer
©vlh.de/2021
Anwendung der Ersparnisse – Männer
©vlh.de/2021
Corona-Bonus – Männer
©vlh.de/2021

Bildauswahl

ausschließlich zur Nutzung für Berichterstattung im konkreten Zusammenhang mit der VLH-Marktforschung und unter Angabe der o.g. Nutzungs-Hinweise.

Finanzen & Pandemie – Frauen
„Westend61“ via Getty Images
Finanzen & Pandemie – Frauen
„mixetto“ via Getty Images
Finanzen & Pandemie – Männer
„Westend61“ via Getty Images
Finanzen & Pandemie – Männer
„nortonrsx“ via iStock